Lauschige Plätze im Central Park
Einer der schönsten und wichtigsten Ziele in New York ist für mich der Central Park. Ohne ihn wäre Manhattan eine einzige Betonwüste. Und hier spielt sich fast das gesamte gesellschaftliche und kulturelle Leben der New Yorker ab. Im Sommer finden im Park zahlreiche Konzerte statt, auf den Wegen sieht man Tausende Inlineskaten, Radfahren oder Walken, es gibt zahlreiche Spielplätze und gastronomische Einrichtungen, und die Grünflächen laden zum Sonnenbaden oder zu einem Picknick unterm Sonnensegel ein. Im Winter verwandelt sich der See im Central Park in eine große Eislauffläche, auf der jeder kostenlos seine Eislaufkünste zeigen kann.
Der Central Park hat aber auch seine stillen Plätze, kleine Wäldchen mit versteckten Teichen, in denen man sich nach Einbruch der Dunkelheit lieber nicht verlaufen sollte. Ich habe für mich so ein lauschiges Plätzchen gefunden, in das ich mich – wenn möglich – jeden Mittag für eine Stunde zurückziehe. Hier ist es so romantisch, dass man für einen Moment vergessen kann, dass man sich mitten in New York befindet. Nicht selten ist mein Stammplatz bereits von einem Liebespaar belegt, so dass ich einfach ein wenig über die schattigen Wege spaziere. Besonders gern schaue ich den vielen Straßen- bzw. Parkkünstlern zu, die ihre Kunststücke hier üben oder verkaufen. Letztens hatte ich bei einem von ihnen einen tollen Lampenschirm aus Plissees für einen Appel und ein Ei erstanden. Der Mann hatte alles Mögliche plissiert: Stoffe, Papier, Metall und sogar Holz. Hatte so etwas vorher noch nie gesehen!
Da ich durch das ständige Taxifahren schon ein wenig zugenommen habe, werde ich demnächst – wie viele andere auch – durch den Central Park joggen. Am besten ist für mich der späte Vormittag, weil dann am wenigsten los ist. Vielleicht begegne ich dabei ja auch mal dem einen oder anderen Prominenten, den man in Filmen immer durch den Central Park joggen sieht?